Der Tuz Gölü

Tuz Gölü heißt wörtlich übersetzt Salzsee. Das Seewasser hat einen Salzgehalt von über 30 Prozent wie nur sehr wenige Seen auf der Welt.

Der See liegt ca. 100 Kilometer von Ankara entfernt mitten auf der Anatolischen Halbinsel.
Seine Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt etwa 100 Kilometer, seine Breite etwa die Hälfte.
Der südliche Teil des Sees ist größer und flacher als der nördliche Teil. Die tiefste Stelle des Sees ist gerade mal zwei Meter.

Der Tuz Gölü hat keinen Abfluss und trocknet trotzdem in heißen Sommern manchmal fast vollständig aus. Eine dicke Salzschicht zeigt sich dann da, wo vorher Wellen plätscherten.
Er wird gespeist von Zuflüssen, die aus der Gegend um Nidge von den Vulkanbergen und und einem kleineren Gebirge im Süden kommen.
Diese Zuflüsse führen aber nicht ständig Wasser, deshalb schwanken Ausmaß und Tiefe des Sees während eines Jahres gewaltig.

Im Winter drückt Grundwasser von unten gegen die Salzsschicht. Im Frühjahr wird die Salzschicht dann wieder überflutet und die Fläche des Sees vergrößert sich.

Zwei Salinen am westlichen Ufer entziehen dem Seewasser das Salz und erreichen damit ein Viertel der gesamten türkischen Salzproduktion. Die beiden Salinen allein wären in der Lage, den Salzbedarf der gesamten Türkei abzudecken.

Durch den hohen Salzgehalt ist die Dichte des Wassers deutlich höher als normal. Dies ermöglicht es, sich ohne große Bewegungen auf das Wasser zu legen, ohne dass man dabei untergeht. So kann man sich im Türkei Urlaub einfach auf dem Wasser treiben lassen und schont dabei Muskeln und Gelenke und entlastet die Wirbelsäule. Nur schlucken sollte man das Wasser nicht unbedingt.

Zahlreiche Hotels in der Umgebung bieten deshalb Wellness-Urlaube mit Solebad an.
Die salzhaltige Luft in der unmittelbaren Umgebung des Sees bietet gute Bedingungen für Urlauber mit Atemwegsproblemen. Vorausgesetzt, die Luft ist nicht zu heiß.

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