Weltstadt der Antike – Ephesos

Ephesos gilt als eine der bedeutendsten, größten und ältesten Städte der Antike. Sie beherbergte gar eines der Sieben Weltwunder.

Geschichte der Stadt Ephesos

Ganz im Westen der Türkei liegt die antike Stadt Ephesos. Sie lag einst am Meer. Durch Verschiebungen der Erdplatte ist sie jedoch mehrere Kilometer ins Landesinnere gerückt. Ephesos ist ein griechisches Wort, die Türken nennen den heutigen Ausgrabungsort Efes. Bereits 5000 vor Christus war der Ort besiedelt, lange bevor die Griechen kamen. Diese gründeten 1000 vor Christus auf dem Gebiet des heutigen Ephesos zunächst die Stadt Koressos. Sie war eine wichtige Hafenstadt und gehörte bis 133 vor Christus zum Königreich Pergamon, danach zum Römischen Reich. Im Römischen Reich zählte die Stadt mit ihren 200.000 Einwohnern zu den größten des Reiches. Es wurden zahlreiche öffentliche Bauten errichtet. Bis ins 6. Jahrhundert nach Christus war Ephesos eine blühende Stadt. In der byzantinischen Zeit büßte sie ihre Bedeutung ein, vor allem weil der Hafen versandete. Dennoch versuchte Byzanz die Stadt und die Region um Ephesos herum zu retten. Es half nicht. Im 14. Jahrhundert fiel die Stadt schließlich an die Türken.

Ausgrabungen in Ephesos

Bei einer Kulturreise durch die Türkei kann man heute zahlreiche Ausgrabungen im ehemaligen Ephesos besichtigen. Diese begannen im 19. Jahrhundert vor allem mit der Suche nach den Resten des Artemistempels. Artemis war die griechische Göttin des Waldes und der Jagd sowie die Hüterin von Kindern und Frauen.
Die Überreste der Celsus-Bibliothek versucht man mittlerweile, nach modernen Gesichtspunkten, zu restaurieren. Weiterhin wurden das Bouleuterion, also der Versammlungsort des Stadtrates, und die Amtsräume, das Prytaneion, freigelegt. Recht gut erhalten sind auch die Kuretenstraße und das Nymphaeum Traiani, eine monumentale Brunnenanlage. Von den Scholastikia-Thermen und dem Hadrianstempel sind ebenfalls eindrucksvolle Überreste zu besichtigen. Weitläufig wirken die Reste des Vediusgymnasiums, eines der öffentlichen Bäder der Ephesier, das außerdem ein wichtiges gesellschaftliches und soziales Zentrum war. Geringe Reste sind vom Tempel Domitian erhalten. Aufschlussreich und bedeutsam gleichermaßen sind die lateinischen und griechischen Inschriften, die gefunden wurden. Sie geben einen Einblick in das religiöse, wirtschaftliche, soziale und politische Leben in Ephesos.

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