Wenn der Reiseveranstalter insolvent ist

Sie buchen eine Reise und achten auch darauf, dass Sie einen Sicherungsschein für die Pauschalreise erhalten. Meist fühlt man sich durch diesen Sicherungsschein abgesichert und macht sich keine weiteren Gedanken. Doch wie sicher ist das Geld wirklich? Und in welchen Fällen greift der Sicherungsschein?

Was ist, wenn der Veranstalter Insolvenz anmeldet und aus diesem Grund die Reise absagt? Gegen diesen Fall sind Reiseveranstalter grundsätzlich abgesichert und der jeweilige Reisepreis-Versicherer erstattet die Kosten. Mehr zur Kostenerstattung unter www.finanzcheck.de.

Nun geben allerdings viele Veranstalter zunächst einen anderen Grund für den Ausfall der Reise, wie mangelnde Nachfrage oder technische Schäden, an. In diesem Fall verweist der Reise-Versicherer dann darauf, dass diese Situationen nicht in seinen Grundlagen vorgesehen sind und er deshalb nicht zahlen wird.

Erfolg hatte ein Versicherer mit dieser Argumentation bei einem Rechtsstreit im letzten Jahr jedoch nicht. Die Richter waren der Überzeugung, dass dem Kläger der gesamte Reisepreis ausgezahlt werden sollte. Schließlich seien die Veranstalter zu Sicherung der Ansprüche dazu verpflichtet, einen Versicherungsschutz bzw. eine Bankbürgschaft nachzuweisen. Es käme laut Richter in diesem Fall nicht darauf an, ob die Reise zuvor wegen mangelnder Nachfrage abgesagt wurde, denn der Fall der Insolvenz und somit die fehlende Kraft, dem Reisenden den gezahlten Preis zurückzuerstatten, reiche vollkommen aus.

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