Roaming bleibt auch nach Juni 2017 ein Thema

Ab dem 15. Juni 2017 gehören Roaming-Gebühren in der Europäischen Union der Vergangenheit an – jedenfalls für diejenigen, die ihr Mobiltelefon nur zeitweise im Ausland verwenden. Eine freie Tarifwahl in dem Sinn, dass Sie europaweit die günstigsten Smartphone-Tarife wählen und dann ständig mit einer ausländischen SIM-Karte telefonieren oder online sein können, gibt es aber weiterhin nicht. Und Reiseziele außerhalb der EU liegen nicht nur in weiter Ferne. In der Schweiz und demnächst wohl auch in Großbritannien drohen weiterhin Kostenfallen durch das Mobiltelefon.

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Roaming-Gebühren treffen immer den, der sich im Ausland aufhält

Zunächst gilt es, mit einem immer noch verbreiteten Irrtum aufzuräumen: Rufen Sie aus Deutschland von einem deutschen Mobilfunk-Anschluss auf einer deutschen Handynummer an, tragen Sie keinesfalls Roaming-Kosten. Schließlich können Sie nicht wissen, ob der Angerufene nebenan im Supermarkt oder auf Weltreise ist. Zahlen muss der Angerufene. Roaming-Gebühren entstehen also nicht nur, wenn Sie aus dem Ausland telefonieren, SMS schreiben oder mobil Daten herunterladen. Auch wenn Sie angerufen werden oder eine Kurznachricht empfangen, gehen die Mehrkosten jenseits der Grenze zu Ihren Lasten. Dabei gibt es übrigens sehr unerfreuliche Konstellationen in Zusammenhang mit den Einstellungen Ihrer Mailbox. Sind Sie einmal in einem ausländischen Netz eingebucht und leiten dann die Anrufe zur Mailbox um, sind Sie keineswegs auf der sicheren Seite, sondern zahlen unter Umständen doppelt – einmal für den eingehenden Anruf im fremden Netz und ein zweites Mal für die Weiterleitung an die Mailbox. Hören Sie die Nachricht ab, werden zum dritten Mal Gebühren fällig.

Keine Deckelung außerhalb der EU

Seit dem 30. April 2016 sind die Roaming-Kosten in der EU auf minimale Beträge begrenzt. Fünf Cent Aufschlag pro Minute auf den nationalen Tarif sind die Obergrenze für abgehende Gespräche, ankommende Gespräche dürfen höchstens 1,14 Cent pro Minute mehr kosten. Zu den genannten Beträgen ist noch die Mehrwertsteuer zu addieren. Etwas undurchsichtig wird die Geschichte bei Flatrates. Es bleibt dem Mobilfunkanbieter überlassen, ob er deren Nutzung im Ausland zulässt und nur die Zuschläge berechnet, oder ob für Auslandsgespräche generell Minutenpreise erhoben werden. Hier lohnt es sich, vor Reiseantritt die Smartphone-Tarife zu vergleichen und gegebenenfalls ein besonders Roaming-Paket zu kaufen, wie es beispielsweise bei www.premiumsim.de angeboten wird. Besonders wichtig ist die Kostenkontrolle bei Reisen außerhalb der europäischen Union. Die Schweiz ist ohnehin als extrem teures Reiseland bekannt, da müssen nicht auch noch unnötige Mobilfunk-Kosten hinzukommen. Erkundigen Sie sich vorher nach einem günstigen Partner Ihres heimischen Anbieters und stellen Sie diesen per manueller Netzwahl ein. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihr Smartphone oder Tablet nicht ungefragt Updates aus einem ausländischen Mobilfunknetz lädt. Selbst in der EU kostet das bis fünf Cent pro Megabyte plus Mehrwertsteuer extra.

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