Landschaftsbild Türkei: Klima, Flora und Fauna

Die Türkei gehört seit Jahren zu den beliebtesten Reisezielen der Europäer. Das überwiegend milde Klima sowie die artenreiche Flora und Fauna sind einige der Gründe, die für einen Aufenthalt in diesem wunderschönen Land sprechen.

Nasskalte Überraschungen in den Bergen und Hitzeschlachten am Meer – das türkische Klima

In der Türkei gibt es mehrere verschiedene Klimazonen. Im südlichen Teil des Landes herrscht ein heißes und trockenes Mittelmeerklima. Temperaturen um die 45°C sind im Hochsommer keine Seltenheit.
Die Schwarzmeerregion im Norden der Türkei zeichnet sich durch ein sehr mildes Klima aus. In den Sommermonaten liegt der Durchschnittswert bei rund 20°C. Auf der anderen Seite regnet es in diesem Landesteil so häufig wie in keiner anderen türkischen Region. Sie ist das perfekte Urlaubsziel für sämtliche Reisende, die mit der extremen Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit in den Touristenhochburgen wie Side oder Alanya so ihre Probleme haben.
Ein kontinentales Klima hingegen prägt das geographische Gebiet Zentralanatolien im Landesinneren. Dort gibt es starke Temperaturschwankungen und zahlreiche Niederschläge. Kälte steht im anatolischen Hochland an der Tagesordnung. Eine hohe Zahl an Niederschlägen und heftige Schauer in Kombination mit kühlen Temperaturen sind typisch für diese Region. Wanderer müssen sich in den Gebirgsregionen auf überraschende Wetterwechsel einstellen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sie sich vor einer Tour im Taurusgebirge ausführlich über die aktuelle Wetterlage informieren.

Abwechslungsreich und beeindruckend – die artenreiche Flora und faszinierende Vegetation

Die artenreiche Flora ist ein Merkmal der wunderschönen Landschaften, die es in mehreren türkischen Regionen zu sehen gibt. Zur Jahrtausendwende gab es ungefähr 9.300 Arten von Gefäßpflanzen in diesem Land. Das ist eine ganze Menge in Anbetracht der Tatsache, dass sich rund 11.500 Arten auf dem europäischen Kontinent befinden. Der Endemismus spielt eine bedeutende Rolle, wenn es um die ökologische Vielfalt geht. Mehr als 30% der Pflanzenarten in der Türkei gelten als endemisch. Die größte Abwechslung in der Natur herrscht in den anatolischen Regionen im östlichen Landesteil.
Der Tragant ist die mit Abstand artenreichste Gattung der Gefäßpflanzen, die in Anatolien beheimatet ist. Er gehört zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler, die der Familie der Hülsenfrüchtler zugeordnet werden. Der Tragant hat seinen Lebensraum in der Regel in einer trockenen Region, in der keine Bäume wachsen. Zwei weitere Gattungen, die in der türkischen Landschaft eine bedeutende Rolle spielen, sind die Königskerzen und die Flockenblumen.

Im nördlichen Anatolien sorgt das Pontus-Gebirge für eine mitteleuropäische Vegetation. Die Hainbuche und die Edelkastanie gehören zu den bekanntesten Baumarten in dieser Region. Eine fast subtropische Vegetation mit grünen Waldgebieten und Teeplantagen auf den Hängen zeichnet das Gebiet östlich von Trabzon aus. Große Flächen von Haselnussfeldern sind charakteristisch für diese Gegend. Das Kieferngewächs Schwarzföhre dominiert in Westanatolien, während die Rotföhre im Osten zu Hause ist. Das nordöstliche Anatolien ist für den Anbau von Tee bekannt.
Das Aras-Tal befindet sich an der armenischen Grenze und ist zwischen Kağızman und Tuzluca sehr trocken. Aus diesem Grund erinnern die Salz-Ablagerungen auf den Hängen die Besucher an weiße Schneefelder. Die Baumwollpflanzen können ausschließlich in sehr heißen Regionen mit viel Sonnenschein gedeihen. An der Mittelmeerküste ist jedoch eine künstliche Bewässerung notwendig.

Die Tierwelt im ehemaligen Osmanischen Reich – Kennzeichen der türkischen Fauna

In der Winterzeit leben zahlreiche Vogelarten, die in den wärmeren Monaten in Nord- und Mitteleuropa beheimatet sind, in der Türkei. Der Kuşcenneti-Nationalpark befindet sich am Manyas-See im Nordwesten des Landes und gilt als bekanntes Vogelparadies. Im Landesinneren und im Süden fühlen sich mehrere Gruppen von Rosaflamingos sehr wohl. Die bekanntesten Raubtiere sind der Wolf und der Braunbär. Der letzte Kaspische Tischer und der letzte Anatolische Leopard wurden in den 1970er-Jahren getötet. Ob diese Unterarten jedoch tatsächlich ausgestorben sind, konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden. Der Südosten der Türkei ist der Lebensraum der Streifenhyäne. Bei den wichtigsten Nutztieren handelt es sich um Rinder, Ziegen, Schafe, Pferde und Büffel. Kamele gibt es bei weitem nicht mehr so viele wie in der Vergangenheit. Früher wurden sie hauptsächlich als Lastenträger gezüchtet, während in der Gegenwart die sportlichen Wettkämpfe im Vordergrund stehen.

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