Geschichte

Auf dem früheren Gebiet der Türkei herrschten damals die Armenier, die Griechen, die Perser sowie die Hethiter und nach denen wiederum die Griechen unter Alexander dem Großen. In Kleinasien wurde dann vom Römischen Reich das Herrschaftsgebiet eingegliedert. Die Herrschaft vom Römischen Reich dauerte bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. Nach der Herrschaft verfiel Kleinasien an Byzanz. Nach dem die Seldschuken eingetroffen waren, begann die türkische Besiedlung von Anatolien im 11. Jahrhundert n. Chr. Die ursprüngliche Heimat der Türken lag in Westchina und in Zentralasien. Die byzantinische Armee ward in der Schlacht von Mantzikert durch die Seldschuken im Jahre 1071 geschlagen. 1077 gründeten die Rum-Seldschuken ihr Sultanat und die Türken eroberten große Gebiete Ost- sowie auch Mittelanatoliens. Durch einen Überfall der Mongolen wurde das seldschukische Reich stark geschwächt, so dass sich viele türkische Stämme eigenständig machten. Aus den türkischen Fürstentümern bildete sich zu einem späteren Zeitpunkt das Osmanische Reich. Aus Sicht der westlichen Seite, wurde dieses Land im 12. Jahrhundert als Turchia benannt.

Osman I gründete etwa im Jahre 1299 das Osmanische Reich. Es wurde nach ihm benannt. Hieraus entstand auch die Osmanen-Dynastie. Nachdem der Stamm der Osmanen Konstantinopel 1453 erobert hatte, herrschten sie über weite Teile des Nahen Osten. Hierzu gehörte unter anderem der Balkan, der Kaukasus, Nordafrika sowie die Krim. Als die Ausbreitung des Osmanischen Reiches vor den Toren von Wien zum Stillstand kam wurde und das osmanische Heer am Kahlenberg 1683 geschlagen wurde, vertrieb man das Osmanische Reich aus den europäischen Gebieten westlich vom Marmarameer, zwischen den Städten Istanbul und Edirne zurück. Das stetig wachsende Unabhängigkeitsstreben einiger Nationen des Vielvölkerstaats des Osmanischen Reiches, fing im 19. Jahrhundert an. Die Besetzung Nordafrikas durch europäische Mächte sowie den Verlust im 1. Weltkrieg, führten zum Untergang des osmanischen Reiches. Das Osmanische Reich kämpfte im 1. Weltkrieg für die Mittelmächte, da Großbritannien sowie auch Frankreich den Armeniern zu dieser Zeit einen selbständigen Staat garantiert hatte, befürchtet nun die osmanische Regierung eine Verkleinerung der eigenen Gebiete, die sie nicht hinnehmen wollte und konnte. Sie starteten eine große Umsiedlungsaktion, die nur zu einem Vorwand genommen wurde, um die auf dem Gebiet des Reiches lebenden Armenier zu ermorden. Der Völkermord an den Armeniern wird noch heute von der türkischen Regierung abgestritten. Dies führt gelegentlich zu Spannungen zwischen der türkischen Regierung und anderen Staaten. Hierbei sind gewisse Parallelen festzustellen. Genauere Untersuchungen zu diesem Thema, währen wahrscheinlich sehr aufschlussreich, werden jedoch von der türkischen Regierung meist boykottiert. Somit wird die Wahrheit, über diesen Punkt der Geschichte wohl noch lange ungeklärt bleiben.

Das Osmanische Reich verlor jedoch nach seiner Niederlage aufgrund eines Friedensvertrages von Sèvres die Gebiete außerhalb von Anatolien sowie von Thrakien. Das Gebiet, die sich heute in der Türkei befinden, sollte verkleinert werden. Die berühmte Stadt Smyrna (auf türkisch heißt sie Izmir) sowie einige Teil von Westanatolien wurde dem Nachbarn Griechenland zugesprochen. Die Gebiete um die Stadt Adana bekamen die Italiener. Die Franzosen erhielten Kilikien sowie Syrien. In den östlich liegenden Gebieten der Türkei, sollte eigentlich ein armenischer Staat entstehen. Die Pläne konnten bis zum heutigen Tag nicht verwirklicht werden. Gegen die Pläne startete Atatürk ab dem 19. Mai 1919 einen militärischen als auch einen politischen Widerstand. Ab dem Jahre 1920 wurden die stetigen Kämpfe gegen Griechenland immer stärker. Er endete am 9. September 1922 mit dem Niedergang des von Griechen bewohnten Smyrna (İzmir). Durch den Niedergang verloren eine Vielzahl von Türken sowie Griechen ihre Heimat. Am 24. 07. 1923 wurde durch den Vertrag von Lausanne, der Vertrag von Sèvres grundlegend verändert. So wurden auch die heute gültigen Grenzen des Landes, völkerrechtlich anerkannt. Der Bevölkerungsaustausch mit Griechenland wurde ebenfalls in normale Bahnen gelenkt. Der berühmte Staatsheld Mustafa Kemal rief am 29. Oktober 1923 die türkische Republik aus. Die geschah aber erst, nachdem die ausländischen Kräfte weitest gehend vertrieben worden waren. Eine Aufnahme der Beitrittsverhandlungen zu der Europäische Union, erreichte die türkische Republik nach 40-jährigen Bemühungen am 3. 10. 2005.

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