Vulkanismus und Erdbeben im Taurusgebirge

Eine Vielzahl der Abschnitte des Taurusgebirges werden durch Vulkane geprägt. Grund hierfür ist die besonders starke und schnelle Gebirgsbildung, der die Erosion, welche sich entlang geologischer Störungen und durch Flusstäler zieht, nicht mithalten konnte. Vor allem die Regionen im Südosten der Türkei und dem persischen Elburs- bzw. Zagrosgebirge, sowie dem Hindukusch sind von Erdbeben und starkem Vulkanismus betroffen. Die Ursache hierfür findet sich in der Verschiebung der Erdkruste wieder. Erdbeben sind Erschütterungen des Erdbodens, welche eben durch diese Vorgänge in der Erdrinde ausgelöst werden. Auf Grund dessen muss in diesen Regionen mit der Bildung von Erdspalten (Tälern), Schlamm-, Wasser und Gasausbrüchen, sowie Senkungen und Bergstürzen gerechnet werden.
Insbesondere dort, wo das Taurusgebirge auf das Ostanatolische Hochland trifft, begegnet man verstärkt dem Vulkanismus. Ganze Ketten von Vulkanen haben hier mächtige vulkanische Decken entstehen lassen, die mit dem Ararat die 5000 Meter Grenze erreichen. Außer dem Ararat sind der Berg Süphan, der Vulkan Merut und ein Stück weiter westlich der Berg Erciyes, sowie Hasan Dagi zu erwähnen. Die Taurusketten dehnen sich südlich des 4058 Meter hohen Berges Süphan bis zum Vansee, dem größten See des Landes und Hakkari. Allerdings sind diese südöstlichen Ausläufer jedoch um durchschnittlich etwa 1000 Meter niedriger als die Gebirgszüge im Osten. Alle Kräfte und Erscheinungen die mit dem Aufsteigen von heißen, gasigen, flüssigen oder festen Stoffen aus dem Erdinneren an die Erdoberfläche dringen, führen zu genau diesem Vulkanismus. Die intensive Faltung des Hochgebirges sorgte desweiteren für die Bildung einer Vielzahl von tektonischen Becken, durch die Flusssedimente stellenweise zu Ebenen wurden.

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