Das Taurusgebirge

Das Taurus-Gebirge wird in der Türkei von den Einheimischen Toros Daglari bezeichnet.
(abgeleitet von Dagi = Berg)
Es zieht sich über eine Länge von über 1000 Kilometern von Süden der Türkischen Republik bis zum Vansee.
Der größte Teil des Gebirges liegt in unmittelbarer Nähe zur Küste des Mittelmeers.

Der höchste Berg des Taurus-Gebirges ist der 3.756 Meter hohe Demirkazik Tepesi in der Region Nidge. Die meisten Bergkämme liegen auf einer Höhe zwischen 3.000 und 3.500 Metern, während die dazwischen liegenden Täler fast durchgängig auf 2.000 Höhenmetern liegen. Die im Südosten liegenden Teile des Taurusgebirges weisen eine deutlich geringere Höhe auf.

In der Nähe der Stadt Tarsos führt ein Pass durch das Gebirge und gibt so den Zugang auf das Tiefland frei. Dieser Durchgang wird Kilikische Pforte genannt.

Das Gebirge ist als Faltengebirge entstanden und hebt sich ständig weiter. Immer wieder zeigen hier mehr oder weniger starke Erdbeben an, dass die Region ständig in Bewegung ist und die gewaltigen Energien, die bei der Verschiebung der tektonischen Platten frei werden, bis an die Erdoberfläche reichen.

Im Taurusgebirge findet man besonders viele unterirdische Flüsse, größere und kleinere Wasserfälle und zahlreichen Höhlen, die besonders interessierten Hobbygeologen den Blick auf die Vergangenheit der Region frei geben.

Euphrat, Tigris und und Göksu entspringen im Taunusgebirge und tragen mit ihren Wassern zu einer erfolgreichen landwirtschaftlichen Nutzung der nachgelagerten Ebenen bei.
Als Mesopotanien, „Zweistromland“ wird die Gegend zwischen Euphrat und Tigris in der Geschichte auch gern bezeichnet und schon immer als sehr fruchtbares Land bewertet.

Die Fahrt mit dem Mietwagen durch das Taurus-Gebirge mit der Bagdadbahn gehört zum schönsten Teil der gesamten Fahrtstrecke und ist bei den Touristen sehr beliebt.

Zahlreiche Tunnel und Fahrten durch enge Schluchten, damm plötzlich überraschend wunderschöne Ausblicke auf die „kilikische Pforte“, der rote Widerschein der untergehenden Sonne auf den teils schneebedeckten Gipfeln lassen die Zugreise zum einzigartigen Erlebnis werden.

Die kilikische Pforte haben einstmals schon die Kreuzritter benutzt, um sich Zugang zu den fruchtbaren Ebenen auf der anderen Seite des Gebirges zu verschaffen.
„Pylae Ciliciae“ hieß die Handelsstraße, die bereits im Altertum genutzt wurde und deren Verlauf heute die Schienen der Bagdadbahn folgen.

Typisch für die Gebirgsketten in Anatolien sind die fast parallel verlaufenden Bergketten, die immer dann entstehen, wenn zwei große tektonische Platten sich aufeinander zu bewegen und die Erdkruste dem dabei entstehenden enormen Druck nachgibt, bricht und sich Millimeter um Millimeter auffaltet.

Die Region wurde in der Vergangenheit immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht, die Städte verwüsteten, Menschen töteten und Tausende obdachlos machten. Das zeigt, dass die Erde an dieser Stelle immer noch in Bewegung ist und die zwischen 2.000 und 3.800 Metern liegenden Gipfel immer noch weiter noch oben geschoben werden.

Das Taurus-Gebirge ist insgesamt über 1000 Kilometer lang und zieht sich vom Süden der Türkei am Mittelmeer entlang durch den Norden von Syrien bis zum Vansee ans ostanatolische Hochland, das vulkanischen Ursprungs ist.
Tigris, Euphrat und Göksu entspringen in den Bergen und tragen ihre Wasser bis in die fruchtbaren Ebenen hinein.
Auch eine ganze Reihe von schönen Seen mit erstaunlicher Artenvielfalt finden sich in der Region.

Das Taurus-Gebirge in der Türkischen Republik ist ein Paradies für Naturfreunde, Wanderer und Trekking-Fans.
Das über 1000 Kilometer lange Faltengebirge bietet Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, auf denen man viel zur Entstehung der zahlreichen parallel laufenden Bergkämme erfahren kann.

Höhentauglich sollte man dabei schon sein, denn die Bergkämme liegen auf einer Höhe zwischen 2.000 und 3.800 Metern, die zahlreichen Täler fast durchweg auf ca. 2.000 Metern.
Zahlreiche Seen laden zum Verweilen und Ausruhen ein.

Idyllische Wasserfälle und gigantische Wasserschleudern wechseln sich ab mit unterirdischen Flüssen und gewaltigen Höhlensystemen.
Hobbygeologen finden in dieser Region an allen Ecken und Enden interessante Hinweise auf die Entstehungsgeschichte dieser Gebirgszüge.

Viele der Seen werden von der türkischen Industrie zur Trinkwassergewinnung genutzt und an den Abflüssen wurde Kraftwerke gebaut, um elektrischen Strom zu erzeugen, der durch die sprunghafte Entwicklung der Industrie in der Türkei dringend benötigt wird.

Das Hochland von Anatolien begrenzt das Taurusgebirge. Dort haben Vulkane ganze Arbeit geleistet. Die mächtigsten davon sind der Ararat mit 5.165 Metern und der Süphan mit 4.058 Metern Höhe.

Die Flüsse Euhprat und Tigris sowie der Göksu entspringen in den Höhen des Taurus-Gebirges und tragen mit ihren Fluten zur Fruchtbarkeit der Ebenen bei, die wiederum mit ihren Früchten die Lebensmittelindustrie und den Handel der türkischen Republik ankurbeln.

Die Kilikische Pforte nördlich von Tarsos ist eine Niederung, die ein Passieren der Bergketten ermöglich, was in der Geschichte der Türkei von den Feinden immer wieder ausgenutzt worden ist, um Städte zu erobern. Heute wird die Routenführung der Pylae Ciliciae auch als Trassenführung für die Bagdadbahn genutzt.

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