Kayseri

Kayseri hat fast 800.000 Einwohner und ist Hauptstadt der kappadokischen Provinz Kayseri.
Die Stadtverwaltung blickt mit Stolz auf die in den letzten Jahrzehnten stabil gebliebenen Einwohnerzahlen, was angesichts der hohen Abwanderungsraten in anderen türkischen Städten auch durchaus verständlich ist.

Von Kayseri aus hat man einen wunderschönen Ausblick zum Vulkanberg Erciyes, der als erloschen gilt.
Das heutige Kayseri, das früher mal Mazaka, Eusebia und Caesarea hieß, ist auf dem Gelände ehemaliger Salzseen und Sümpfe entstanden.
Die Nachfahren der ersten Bewohner wurden kurz vor Ende der vorchristlichen Zeitrechnung nach Tigranokerta umgesiedelt, konnten jedoch später wieder zurückkehren.
Zeitweise war Kayseri Hauptstadt einer Hälfte des geteilten Kappadokiens.

Schon im 4. Jahrhundert wurden in Kayseri soziale Bauten errichtet, was Kayseri großen Ruhm einbrachte.
Wie viele andere Städte der Region wurde auch Kayseri zwei Jahrhunderte lang von den Seldschuken regiert. Danach folgten wechselnde Herrscher, bis in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert die Regierung durch Osmanen für Frieden sorgte und der Stadt eine ungestörte Aufwärtsentwicklung ermöglichte.

Die Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert brachte für Kayseri den Bau einer Zitadelle und den Bau einer psychiatrischen Klinik, die als eine der ältesten überhaupt zählt.

Bekannt ist Kayseri heute durch den Möbelbau, Haushaltwarenproduktion und Lebensmittelherstellung, die im größten türkischen Industriegebiet liegen.
Kayseri zählt zu einer der reichsten Städte der Türkei und hält sogar Anteile an verschiedenen türkischen Banken.

Kayseri hat gute Verkehrsanbindung durch einen eigenen Flughafen. Auch Eisenbahn- und Straßenverbindungen gibt es reichlich.
Eine Touristenattraktion sind auch die 17 Kilometer Straßenbahnnetz mit ihren 31 Haltestellen sowie der Neubau des Fußballstadions.

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