Erzincan

Etwa 110.000 Einwohner bevölkern die Stadt Erzincan, die auf ca. 1200 m Höhe am Nordufer des Flusses Karasu gelegen Hauptsitz der gleichnamigen Provinz ist.
Erzincan zählt als eine der ältesten Siedlungen im türkischen Bereich.

Erzincan hat eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich und wurde oftmals heftig umkämpft. Bis im 11. Jahrhundert die gesamte Region unter türkische Herrschaft kam und im 13. Jahrhundert unter der Regierung von Schah Fahrettim Bahram wirtschaftlich und kulturell einen ziemlichen Schub erlebte.
Doch die Kämpfe um das ziemlich zentral gelegene Erzincan rissen nicht ab und die Bewohner mussten sich zahlreichen verschiedenen Herrschern beugen.
Diese wechselhafte Geschichte zog sich bis ins 20. Jahrhundert hinein, erst als 1915 die dort ansässigen Armenier vertrieben und ermordet wurden, zog etwas Ruhe in die Stadt ein.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts fand eine verstärkte Abwanderung der Bevölkerung nach Mitteleuropa statt, die sich dort wesentlich bessere Lebensbedingungen erhofften und glaubten, von da aus auch die oft zurückgebliebenen Familien versorgen zu können.

Dann war es die Natur, die Erzincan im 20. Jahrhundert gleich drei Mal schwere Schäden durch Erdbeben zufügte, zahlreiche Bewohner tötete und Tausende obdachlos machte.

Dennoch baute man nach dem II. Weltkrieg Erzincan zur Garnison aus, was angesichts der umkämpften Geschichte niemanden wundern mag.

Erwähnenswert ist die Infrastruktur der Stadt, deren Straßensystem für türkische Verhältnisse untypisch ist und sich an amerikanischen und nordeuropäischen Maßstäben messen lässt.

Zu erreichen ist Erzincan nur per Auto von Sivas oder Elzig aus oder Eisenbahn auf der Strecke Istanbul – Kars.

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