Streifzüge zu der Politik und dem Militär Ankaras

Auch wenn Ankara erst in den Zwanziger Jahren zur Hauptstadt der türkischen Republik erklärt wurde, reichen die Anfänge der Stadt bis in das dritte Jahrhundert vor Christus zurück. Zahlreiche Völker wie zum Beispiel die Hethiter und Galater kamen, sahen und zogen schließlich irgendwann weiter. Erst durch die byzantinische Herrschaft erhielt Ankara ihr heutiges Stadtbild. Nachdem sie im Jahr 1361 in den Besitz der Osmanen fiel, bekam die Stadt ein islamisches Antlitz und im gleichen Zug die erste Moschee. Die Erklärung des Staatsvaters Mustafa Kemal Atatürk Ankaras zur Hauptstadt der neu gegründeten Türkischen Republik zu machen, ist wohl eher als Vernunft- und nicht gerade als Herzensentscheidung einzuschätzen. Die zentrale Lage der Stadt ist damals wie heute für sämtliche politische und militärische Operationen als großer Vorteil anzusehen. Gleichzeitig ist die Stadt auf Grund ihrer zentralen Lage im anatolischen Hochland eher schwer einzunehmen. Außerdem liegt sie direkt an der Bagdadbahn, der wichtigsten Eisenbahnlinie des Landes. Vor allem aber ist Ankara ein Symbol für den Bruch mit dem Osmanischen Reich. Ankara wird sowohl für Einheimische als auch für Touristen zum Symbol für die laizistische, moderne und nach Europa strebende Türkei. Der Stolz alteingesessener Stadtbewohner wird an ihre Nachfahren weitergegeben und so erhalten diese die Einstellung zur Landeshauptstadt mehr oder weniger bereits mit der Muttermilch. Vorrangig versteht sich allerdings die Armee als das Fundament der Türkischen Republik. Dies geschieht sowohl in politischer als auch in militärischer Sicht. Die Entstehung der neuen Republik basierend auf einem Putsch ist somit Grund genug einen Aufstand des Militärs als probates Mittel um Politik zu betreiben, zu nutzen.

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