Die Geschichte des Parlaments in Ankara

Seit dem Jahr 1920 befindet sich die Türkiye Büyük Millet Meclisi, die Große Nationalversammlung der Türkei in Ankara. In den zwanziger Jahren löste Ankara unter der Führung von Mustafa Kemal Atatürk die damalige Hauptstadt Istanbul, die in der Geschichte als Konstantinopel bekannt ist, ab. Das Parlament wurde zur damaligen Zeit von der Gruppe um Atatürk, der Vater der Türken weltweit bekannt ist, gegründet. Mit dieser Gründung wollte Mustafa Kemal seinen Widerstand gegen die Besatzer zur Geltung bringen. Gleichzeitig stellte er aber auch den Anspruch der einzige Repräsentant des Landes zu sein. Vor der Gründung des Parlaments war der im September 1919 beim Sivas-Kongress gewählte Repräsentativrat (Heyet-i Temsiliye), das höchste Gremium der türkischen Befreiungsbewegung. Schon von Beginn wurde die Türkei von den verschiedenen Großmächten der Welt besetzt. Zeitweise nahmen die Auseinandersetzungen mit der Istanbuler Regierung unter dem Großwesir Damat Ferid, der mit den Siegermächten kooperierte und auf Grund dessen von den Briten sehr geschätzt wurde, blutige Formen an. Am 30. September musste Damat Ferid als Reaktion auf den vergeblichen Versuch den Sivas-Kongress aufzulösen und Atatürk zu verhaften, zurücktreten. Unter Ali Riza Pascha unterstützte die neue türkische Regierung die Befreiungsbewegung. Am 16. März 1920 besetzten die Alliierten Istanbul und so gelang im April Damat Ferid erneut ins Großwesir. Nach der Besetzung Istanbuls wurde das neue Parlament in Ankara gegründet. Am 19. März 1920 gab Atatürk eine Meldung heraus, in der er ankündigte das Ankara ein Parlament mit weitreichenden Kompetenzen gründen werde. Bereits am 23. April 1923 fand die erste Versammlung des neuen türkischen Parlamentes in Ankara statt.

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