Das türkische Parlament in Ankara

Da es sich bei der Hauptstadt der Türkei Ankara um eine relativ junge Stadt handelt, bietet sie nicht annähernd so viele bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das wesentlich ältere Istanbul, welches auch als früheres Konstantinopel bekannt ist. Einer der zentralen Punkte, die die Stadt jedoch bekannt macht ist das erste republikanische Parlament gegenüber dem historischen Hotel Ankara Palas im Stadtteil Ulus. Seit dem Jahr 1923 hat das Parlament der türkischen Republik seinen Sitz in Ankara. Seit 1990 besteht die Türkiye Büyük Millet Meclisi (TBMM), die große Nationalversammlung der Türkei, aus 550 Abgeordneten. Einst wurde das Parlament von der Gruppe um Atatürk gegründet, der damit seinen Widerstand gegen die Besatzer eine Legimitation gab. Zugleich stellte er in diesem Moment den Anspruch, der alleinige Repräsentant des Volkes zu sein. Die erste Tagung fand am 23. April 1920 in Ankara statt. Der im Jahr 1845 geborene älteste Abgeordnete Serif Bey aus Sinop übernahm die Rolle des Alterspräsidenten und eröffnete die Sitzung. Bereits einen Tag später fand die zweite Tagung am 24. April statt. An diesem Tag wurde Mustafa Kemal Atatürk, der Vater der Türken, zu dem Vorsitzenden des Parlamentes gewählt. Diesen Posten behielt Atatürk bis zum 29. Oktober 1923, jener Tag an dem in der Türkei die Wahlen des Staatspräsidenten stattfinden konnten. Ursprünglich trug das Parlament den Namen Büyük Millet Meclisi. Seinen jetzigen Namen erhielt es erst im Jahr 1921. Zum Parlament gehörten bis zur Abschaffung des Einparteisystems nur Mitglieder der von Mustafa Kemal Atatürk gegründeten CHP an. Bereits ab den Fünfziger Jahren waren jeweils mehr Parteien im Parlament vertreten.

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